Grundriss von Berlin, 1826
Zeichnung Wichard von Möllendorf
Verlag A. Bolzani, Berlin
kolorierte Lithografie
1 : 14 700
43,5 x 51,5 cm
Landesarchiv Berlin, F Rep. 270, A 98/1

Erst in den 1840er Jahren etablieren sich Stadtpläne im
Taschenformat mit Schutzdeckel und Straßenverzeichnis.
Um Pläne auch unterwegs nutzen zu können, werden sie Anfang
des 19. Jahrhunderts einfach in Stücke geschnitten und auf
Leinwand gezogen.
Der "Grundriss von Berlin" bietet auf diese Weise ein Format
für häufige Nutzung, er ist handlich und strapazierfähig.
Um die Suche nach einem Ziel zu erleichtern, sind die
Polizeibezirke - eine damals übliche Ordnungsstruktur der Stadt -
in unterschiedlichen Farben markiert. Noch lässt die geringe
Ausdehnung Berlins genug Raum für einen Schmuckrand aus
aufwändigen Veduten.