Stadt auf Papier

Stadtpläne gehören zu unserem Alltag.
Wir können uns heute kaum vorstellen, ohne Navi-App an ein Ziel zu kommen, oder unbekannte Städte ohne Karte in der Hand kennenzulernen.

Das war nicht immer so: Lange spielten Stadtpläne als Orientierungsinstrumente keine große Rolle. Nur ein kleiner Kreis der Gesellschaft hatte überhaupt Zugang zum kartografischen Bild einer Stadt, zum Beispiel in Atlanten und Stadtbeschreibungen, zur Planung von Bauvorhaben oder für militärische Zwecke.

Erst im 19. Jahrhundert, als aus Städten Metropolen wurden, entwickelte sich der Stadtplan auch zu einem nachgefragten Gebrauchsgegenstand in der breiten Bevölkerung. Die Stadt auf Papier versprach eine schnelle und einfache Orientierung in einem unüberschaubar gewordenen Raum und wurde bald zum Massenmedium.
Um 1900 hatte der Stadtplan seinen festen Platz in den Taschen der Einwohner und Touristen eingenommen.

Wie sahen diese neuen Stadtpläne damals aus? Welche Bildsprache benutzten sie, wann, wie und warum haben sie diese Sprache gelernt?
Die Ausstellung "Stadt auf Papier" im Landesarchiv Berlin hat sich auf die Suche nach der Entstehung des modernen Stadtplans in Berlin gemacht. Auf diesen Seiten lädt das Landesarchiv mit Berliner Karten, Plänen und Ansichten aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert noch einmal zur Erkundung einer spannenden Kultur- und Bildgeschichte ein.

Viel Vergnügen beim Entdecken!